Dr. Werner Trutwin verstarb am 12. Februar 2019 im Alter von 89 Jahren

Zum Tod von Werner Trutwin verfasste die Vorsitzende des Kölner Religionslehrerverbands (VKRG), Frau Agnes Steinmetz, das folgende Gedenkwort:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Am vergangenen Dienstag ist Dr. Werner Trutwin gestorben. Er wird uns sehr fehlen.
Bis zuletzt hat er sich um den Religionsunterricht gesorgt, sein letztes Buch ist vor wenigen Monaten noch auf den Markt gekommen. Dies durfte er noch in Empfang nehmen, es hat ihn sehr gefreut.
Er war über 40 Jahre Mitglied in der VKRG im Erzbistum Köln, bis 2017 war er auf jeder Tagung. Dazu hat er alle Kräfte mobilisiert.
Er hat sich sehr offen auf die jungen Kolleginnen und Kollegen eingelassen und mit ihnen großartige Gespräche geführt. Humorvoll und geistreich hat er uns beraten und begleitet. Unzählige Rezensionen hat er geschrieben und damit viele Bücher erschlossen. Er suchte immer den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen, war im Unterricht und in Fachseminaren zu Besuch, er stand Rede und Antwort auch zu den schwierigen Fragen des Lebens und Glaubens.
Seine Mitgliedschaft im Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim ZdK sowie seine interreligiösen Kenntnisse insgesamt haben sich in seinen Schulbüchern niedergeschlagen. Damit hat er den katholischen Religionsunterricht für die interreligiösen Fragen geöffnet. In die Kompetenzorientierung hat er sich noch für eine komplette Neuausgabe eingearbeitet und seine neuen Bücher in diesem Sinne neu herausgegeben. Jedes Kapitel hat er Fachwissenschaftler*innen aller Disziplinen zur Korrektur eingereicht und sich auf die aktuellen Fragen und Forschungsergebnisse offen und wissbegierig eingelassen. Mit Blick auf die Verstehenskontexte hat er diese motivierend in den Horizont der Schülerinnen und Schüler gebracht.
Wir werden ihn nicht vergessen und denken mit Mitgefühl an seine Frau Hildburg und seine Familie, die er liebevoll umsorgt hat und die ihn ebenso liebevoll begleiteten.
Wir wissen und glauben ihn in den Händen Gottes aufgehoben und im himmlischen Jerusalem angekommen, wie er so sehr gehofft hat.
Agnes Steinmetz, Vorsitzende der VKRG Köln